Zweieinhalb intensive Tage in der Gedenkstätte Buchenwald

Veröffentlicht: Montag, 13. Mai 2019

Vom 12. bis 14. April 2019 führte das Bertram-Wieland-Archiv e.V. im dritten Jahr in Folge eine Studienfahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald (Weimar) durch. Zum zweiten Mal fand diese Fahrt im Kooperation mit dem DGB-Kreisverband Düren statt. Eine kurze Nachlese.

Mit 35 Teilnehmer/innen war das Interesse an der Fahrt auch in diesem Jahr ungebrochen groß. Am Samstag stand u.a. eine Führung durch die Gedenkstätte zum Thema „Antifaschistischer Widerstand im Konzentrationslager“ auf dem Programm. Faktenreich wurde uns an den Plätzen des Widerstandes – am Krankenrevier, im „kleinen Lager“ und beim ehemaligen Standort der Gustloff-Werke erklärt, wie Widerstand – oft im Kleinen – praktiziert wurde und unter welchen Bedingungen überhaupt Widerstand gegen die SS durch die Häftlinge möglich war. Im Anschluss bot sich die Gelegenheit, die Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslager zu besichtigen. Am frühen Abend nutzten viele Teilnehmer/innen die Gelegenheit, eine Veranstaltung mit der Buchenwald-Überlebenden Magda Brown im Jugend- und Kulturzentrum mon ami, organisiert vom Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar, zu besuchen. Bei „rotem Wein und roten Lieder“ klang der Abend dann aus. Der Sonntag begann mit der Teilnahme am „10. Treffen der Nachkommen“ im Kinosaal der Gedenkstätte, veranstaltet von der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e.V., zum Thema „Das KZ Buchenwald nach dem Beginn des Krieges am 1. September 1939“. Dort referierte u.a. Prof. Manfred Weißbecker (Jena) zum Thema „Erinnern an den Kampf gegen Faschismus und Krieg - unentbehrlich für die Auseinandersetzung mit Nationalismus und Rassismus.“ Die anschließende Gedenkveranstaltung des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommando zum 74. Jahrestag der (Selbst-)Befreiung des KZs auf dem ehemaligen Appellplatz fand bei kaltem Wind und Schneeschauer unter widrigen Bedingungen statt. Überlebende erneuerten den berühmten „Schwur von Buchenwald“ und verlasen diesen in verschiedenen Sprachen. Vor der Heimreise wurde noch ein kleiner Zwischenstopp an der in der DDR errichteten „Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald“ gemacht, den ein kleiner Teil der Reisegruppe wahrnahm, um sich bei unangenehmen Wetter einen ersten Überblick zu verschaffen. Nach dem obligatorischem Foto vor der berühmten Plastik von Fritz Krämer am Glockenturm ging es dann wieder in zurück in Richtung Düren.

Bei Gesprächen während der Rückreise war erkennbar, dass diese Fahrt für alle reich an neuen Erkenntnissen war und dazu anspornt, sich Faschismus und Rassismus – wo immer und in welcher Form sich diese zeigen – entgegenzustellen.

Unser Dank gilt den Spendern und Sponsoren die es möglich machten, den Kostenanteil für die Teilnahme so zu reduzieren, dass auch Menschen mit geringem Einkommen die Teilnahme ermöglicht wurde.

 

 

 

 

 

Zugriffe: 176