Vor 90 Jahren: "Roter Tag" in Düren

Veröffentlicht: Sonntag, 26. Juni 2016

Für den 26. und 27. Juni 1926 hatte der Gau Mittelrhein des Roten-Frontkämpfer-Bundes (RFB) zu einem „Roten Tag“ nach Düren eingeladen. Zur Teilnahme rief der RFB die Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und weiterer kommunistischer und Arbeiterorganisationen aus den Regierungsbezirken Aachen und Köln, dem Niederrhein und dem Ruhrgebiet auf.  Die Veranstaltung stand unter anderem unter dem Motto „Für ein Sowjet-Deutschland!“ und „Gegen Reaktion und neue imperialistische Kriege!“. Höhepunkt des „Roten Tags“ war eine Demonstration am 27. Juni 1926, an der zwischen rund 2200 (amtliche Angabe) und 10.000 (KPD-Angabe) Personen teilnahmen. In jedem Fall war der „Rote Tag“ für die (kommunistische) Dürener Arbeiterbewegung ein herausragendes Ereignis, zu dem wir 90 Jahre später einige Dokumente veröffentlichen:

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Lieder der Arbeiterbewegung im Dürener KOMM

Veröffentlicht: Sonntag, 19. Juni 2016

Düren. „Das wird ein Abend zum Mitsingen“, verspricht Dominik Clemens vom Bertram-Wieland-Archiv für die Geschichte der Arbeiterbewegung e.V. Der Verein lädt am Freitag (24. Juni) um 20 Uhr  zu einem Konzert mit Achim Bigus im KOMM ein. „Solidarität! Eine musikalische Reise durch die Geschichte der Arbeiterbewegung“ lautet das Motto der Veranstaltung.

Der aktive Gewerkschafter aus Osnabrück steht seit 1974 mit Liedern der Arbeiterbewegung auf der Bühne. Häufig tritt er bei gewerkschaftlichen Veranstaltungen auf oder wird von linken Organisationen – von den Jusos bis zur DKP – eingeladen. Achim Bigus ist überzeugt, dass bei Aktionen aber auch in der Bildungsarbeit die alten und neuen Lieder einen Stellenwert haben. „Lieder haben einen hohen Identifikationswert, und sie können dazu beitragen, einen Zugang zur Geschichte der politischen und sozialen Bewegungen zu finden“, sagt er.

„Wir wollen die Geschichte der Arbeiterbewegung in der Region sichtbar machen“, sagt Clemens. Das Konzert sei der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe, die sich mit der Geschichte der arbeitenden Menschen beschäftigt. Bis zum Herbst plane der im August 2015 gegründete Verein ein Zeitzeugengespräch zum KPD-Verbot vor 60 Jahren, einen Vortrag zum Mord an dem Aachener Journalisten Arthur May durch die Jülicher SS im Jahr 1933 sowie einen Filmabend zum Spanischen Bürgerkrieg. Mit Hochdruck arbeitet der Geschichtsverein derzeit zudem an einer ersten Publikation und es gibt schon konkrete Ideen für weitere Veröffentlichungen. 

„Wir freuen uns über weitere Mitstreiter, die mit uns die bislang völlig zu Unrecht vernächlässigten Apsekte der Lokal- und Regionalgeschichte erforschen“, hofft Clemens auf Unterstützung für die Vorhaben des Vereins.  Es freue ihn daher besonders, dass Landrat Wolfgang Spelthahn die Schirmherrschaft über das Konzert mit Achim Bigus übernommen hat. Der Eintritt ist frei, auch weil der Kreis Düren eine Förderung der Veranstaltung in Aussicht gestellt habe. Einlass ist um 19.30 Uhr im KOMM (August-Klotz-Str. 21).

Pressemitteilung vom 19. Juni 2016

 

Gedenkveranstaltung für sowjetische Zwangsarbeiter

Veröffentlicht: Samstag, 18. Juni 2016

Nideggen. Am 26. Juni wird um 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Hubertus in Nideggen-Schmidt mit einer Gedenkveranstaltung an das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener während der Nazi-Zeit erinnert. Vorgestellt wird u.a. das Replikat einer Gedenktafel, die an 65 ermordete sowjetische Kriegsgefangene erinnert. Die Originaltafel war 1959 bei der Umbettung der sterblichen Überreste der Toten vom Waldfriedhof Buhlert auf die sowjetische Kriegsgräberstätte Rurberg verschwunden.

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Neues Projekt: „Das andere Düren“

Veröffentlicht: Mittwoch, 11. Mai 2016

Düren. Die Dürener Arbeiterbewegung hat eine ebenso lebendige wie weitgehend unbekannte Geschichte. In der Vergangenheit wurde es versäumt, die Akteure der Arbeiterbewegung, die in der Weimarer Republik, während der Illegalität in der Nazi-Zeit oder in der jungen Bundesrepublik aktiv waren, als Zeitzeugen zu befragen. Lebendige Erzählungen über das Geschehen vor Ort konnten deshalb nicht erhalten werden.

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Wuppertaler Antifaschisten im Spanischen Bürgerkrieg

Veröffentlicht: Sonntag, 08. Mai 2016

Wuppertal. „Wuppertaler im Spanischen Bürgerkrieg“ lautete der Titel einer stadthistorischen Wanderung, zu der Arbeit und Leben Berg-Mark am heutigen Tag der Befreiung vom Faschismus eingeladen hatte.

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