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Film "NO PASARAN - Eine Geschichte von Menschen, die gegen den Faschismus gekämpft haben""

Veranstaltung

Titel:
Film "NO PASARAN - Eine Geschichte von Menschen, die gegen den Faschismus gekämpft haben""
Wann:
Mi, 12. Oktober 2016, 19:00 h
Wo:
KOMM - Düren,
Kategorie:
Bertram-Wieland-Archiv

Beschreibung

NO PASARAN – Eine Geschichte von Menschen, die gegen den Faschismus gekämpft haben

D 2014, 73 Minuten, OmU
 
Das Bertram-Wieland-Archiv für die Geschichte der Arbeiterbewegung e.V. präsentiert zum 80. Jahrestag der Aufstellung der „Internationalen Brigaden“ in Zusammenarbeit mit VVN-BdA und Antifa Düren den Film im Beisein des Filmemachers Daniel Burkholz, der in das Thema einführt und im Anschluss an die Vorführung für ein Gespräch zur Verfügung steht.

No Pasaran - Trailer (Deutsch) from Roadside Dokumentarfilm on Vimeo.

"Wofür habt ihr gekämpft?" Diese Frage lässt den 96-jährigen Österreicher Gerhard Hoffmann sehr nachdenklich werden: „Also, das lässt sich in wenigen Worten nicht sagen."

Auf einer Reise quer durch Europa, zu den letzten ZeitzeugInnen, die im Spanischen Bürgerkrieg und im 2. Weltkrieg gegen den Faschismus gekämpft haben, macht sich NO PASARAN auf die Suche nach Antworten.
Im Zentrum dieses multinationalen  Dokumentarfilms stehen die Lebenswege und persönlichen Schicksale von Gerhard Hoffmann (Österreich), Rosario Sanchez Mora (Spanien), Herman Scheerboom (Niederlande), Kurt Julius Goldstein (Deutschland), der Brüder Joseph und Vincent Almudever (Frankreich) und von Giovanni Pesce und seiner Frau Onorina Brambilla Pesce (Italien). Als sie sich als Freiwillige gemeldet haben, waren sie in der Mehrzahl noch Jugendliche. Doch keiner von ihnen hatte damit gerechnet, erst nach einer oft 10-jährigen Odyssee über die Schlachtfelder Europas und durch Konzentrations- oder Vernichtungslager nach Hause zurückzukehren.
Die ZeitzeugInnen erzählen ohne Pathos, aber eindrucksvoll und bewegend, von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Sie berichten aus der Perspektive von Menschen, die in den Strudel epochaler Ereignisse, für deren Anlässe und Bedingungen sie nicht verantwortlich waren, hineingezogen wurden.
 
Eintritt frei. Um eine Spende wird gebeten.
 
Diese Veranstaltung bei Facebook: www.facebook.com/events/1702494323372741/
 

„Spanienkämpfer“ aus dem Rheinland

Im Spanischen Bürgerkrieg kämpften auch Freiwillige aus dem Rheinland an der Seite der Republik gegen die franquistischen Putschisten – in den „Internationalen Brigaden“, im Ejército Popular de la República (Republikanische Volksarmee) oder anarchistischen Milizen. Folgende biografische Angaben zu Personen aus dem Raum Aachen-Düren sind uns zur Zeit bekannt:

Johann Schmitz (Deckname „Juan“)

Der Dürener Kommunist Johann Schmitz, geboren am 12. April 1908, nahm auf Seiten der Republik am Spanischen Bürgerkrieg teil. Er war von Beruf Dieselwalzenführer. Seit 1927 Mitglied in der KPD. Nach dem 30. Januar 1933 ist er aus Deutschland emigriert und gehörte in Spanien 1938 im Rang eines Majors der 37. Brigade Mixta an. Nach 1945 wieder in Deutschland, lebte er in Düren. Anfang der 1950er Jahre soll er aus der KPD ausgeschlossen worden sein und übersiedelte (offenbar in Zusammenhang mit dem Verbot der KPD und dann wieder als Mitglied) 1956 aufgrund eines Parteibeschlusses mit seiner Frau in die DDR und wurde Mitglied in der SED.

Hubert Ramm (Deckname „Bert Ramin“)

Hubert Ramm wurde am 19. Januar 1901 in Aachen, geboren, wo er am 23. März 1977 auch verstarb. Nach der Emigration in die Niederlande und nach Belgien kam Ramm im Januar 1937 nach Spanien, hielt sich zunächst im Ausbildungslager Mahora auf, wurde im Februar 1937 der MGK des Tschapajew- Bataillons der XIII. Internationel Brigade zugeteilt, nahm an den Kämpfen in der Sierra Nevada um Motril und Valsequillo teil und wurde im April 1937 verwundet. Seit August 1937 gehörte er dem Etkar- Andre - Bataillon der XI. Internatinalen Brigade an und nahm im Rang Teniente an den Kämpfen bei Quinto, Belchite, Teruel und um Batea am Ebro teil. 1938 wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei Spaniens (PCE). Im Februar 1939 ging er nach Frankreich, war in Saint- Cyprien und Gurs interniert, konnte am 21. Juli 1939 in die UdSSR einreisen, kehrte am 4. Dezember 1945 nach Deutschland zurück und lebte 1976 in Aachen.

Friedrich Poick (Deckname „Polk“)

Poick wurde am 10. Oktober 1900 in Eschweiler geboren und war Mitglied der KPD. Er lebte zeitweise in Trier. Im Oktober 1936 kam er nach Spanien und wurde zum Etkar-Andre-Bataillion der XI. Internationalen Brigade kommandiert. Er wurde im November 1936 durch einen Bauchschuss schwer verwundet und musste von November 1936 bis März 1937 in
verschiedenen Hospitälern behandelt werden. 1938 nahm er u.a. an den Kämpfen um Madrid, am Jarama und bei Gudalajara teil. Im Februar 1939 gelangte Poick nach Frankreich und war in Saint-Cyprien und Pau interniert und konnte im Juli des Jahres in die Sowjetunion ausreisen. Im Jahr 1973 lebter er in Eschweiler.

(Biographische Angaben weitgehend nach: Abel, Werner/Hilbert, Enrico: „Sie werden nicht durchkommen“. Deutsche an der Seite der Spanischen Republik und der sozialen Revolution, Bd.1, Lich 2015, S. 389, 397 und 450)

 


Veranstaltungsort

Standort:
KOMM - Webseite
Straße:
August-Klotz-Straße 21
Postleitzahl:
52349
Stadt:
Düren